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Organische Dünger oder Mineraldünger?

Pflanzen nehmen ihre lebensnotwendigen Nährstoffe über ihre Wurzeln aus dem Boden auf. Will man gesunde und starke Pflanzen, so muss man ihnen die richtigen Bodenverhältnisse bieten. Diese sollten natürlich angepasst sein an ihre jeweiligen Bedürfnisse, je nachdem ob es sich um Stark- oder Schwachzehrer handelt. In der Natur sorgt der Kreislauf von Wachstum und Verrottung für ein reges mikrobiologisches Bodenleben und damit für den Nachschub an Nährstoffen. Im Garten gibt es jedoch einige Gründe, warum man den Boden mit Dünger anreichern sollte: Wenn zum Beispiel die Pflanzen abgeerntet werden oder man anspruchsvolle Sommerblumen hat oder die Pflanzen in Kübeln kultiviert, dann muss man dem Boden zusätzliche Nährstoffe zuführen. Man hat grundsätzlich die Auswahl zwischen organischem Dünger, anorganischem (Mineral-)Dünger oder eine Mischung aus beiden. Zusätzlich kann man noch wählen zwischen schnellwirkenden Düngern und Langzeitdüngern, in flüssiger oder fester Form.

Organische Dünger

Organische Dünger bestehen aus pflanzlichen oder tierischen Abfallprodukten. Sie zählen zu den Langzeitdüngern, da sie von den Mikroorganismen im Boden erst umgesetzt werden müssen, bevor sie von den Pflanzen aufgenommen werden können. Daher verbessern sie generell die Qualität des Bodens, indem sie die Humusbildung fördern.

Organische Dünger werden meist zur Grunddüngung im Frühjahr eingearbeitet, was für Schwach- und Mittelzehrer völlig ausreichend ist. Am häufigsten wird Kompost verwendet, aber auch Mist, Grasschnitt, oder tierische Produkte wie Hornspäne, Guano oder Blutmehl enthalten viele Nährstoffe. Vergorene Pflanzenteile, sogenannte Jauchen (z.B. Brennesseljauche), sind ebenfalls gute Nährstofflieferanten und wirken zusätzlich pflanzenstärkend oder schädlingsabwehrend.

Für die meisten unserer Gartenblumen genügt eine Grunddüngung im Frühjahr völlig. Dafür kann man ca. 10l pro Quadratmeter oder eine ca. 1cm hohe Schicht Kompost oder Mist in den Boden untermischen oder pro Pflanzloch etwa eine Handvoll z.B. Hornspäne in jedes Pflanzloch eingearbeitet werden. Später im Sommer kann man noch etwas Kompost um die Pflanzen herum verteilen, wenn man einen eher nährstoffarmen Boden hat.

Mineraldünger

Diese synthetischen Dünger, d. h. chemisch hergestellt, bestehen hauptsächlich aus Mineralsalzen. Die Hauptnährstoffe, die in ihnen enthalten sind, sind Stickstoff (für die Blattmasse), Phosphat (für die Blütenbildung) und Kalium. Bei Volldüngern sind noch zusätzliche Spurenelemente beigefügt.

Mineraldünger gibt es auch als Depotdünger, wo ein künstlicher Mantel dafür sorgt, dass sich die Wirkung nur langsam entfaltet, aber meist werden sie als schnellwirkende Flüssigdünger eingesetzt. Schnellwirkend deshalb, da die Nährsalze leicht löslich sind und von den Pflanzen sofort aufgenommen werden können. Sie wirken also nicht bodenverbessernd, da die Mikroorganismen sie nicht verwerten können, außerdem werden sie leichter als organische Dünger ausgewaschen und können bei übermäßiger Düngung ins Grundwasser gelangen. Verwendet man nur Mineraldünger, wird der Boden längerfristig gesehen sogar ausgelaugt, da das Bodenleben verarmt und damit der Humusgehalt sinkt, was wiederum weitere Düngergaben nötig macht. Daher ist eine Mischung von organischen und Mineraldüngung zu empfehlen.

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